Aphorismen & Zitate

von Julian Scharnau

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Sieglinde von Julian Scharnau

Ein Wesen, vor dem sich die Schönheit als bald verdrückte, beinahe schon vor der Zeit, sich das Ding mit Hässlichkeit schmückte.

Kein Ausweg stand ihr je zur Wahl, geborene Nacht, du unheiligster Gral.

Hätte es jemand auch nur im Ansatz erahnt, so hätte er wohl den Rest der Menschheit gewarnt.

Doch nun möchte es Leben, mit allen Rechten und Pflichten, der Rest um Sie, würde wohlwollend darauf verzichten.

Ja was hat sie schon vom Leben zu erwarten, nicht viel ausser dem Alleinsein wie ein Blumenleerer Garten.

Strebsam und Selbstgerecht in der Hülle gefangen gibt sie ihre Hoffnung nicht auf, doch Sieglinde, armes Ding, immer wieder die Frage worauf?

Das Nichts potenziert ist ihr treuster Gefährte, demokratisch eintretend, sie sich gegen alles währte.

Spitzkantig in ihrem Wesen sie überall aneckte, unwissend den Leib in einem Kartoffelsacke versteckte.

Ihren Traumprinzen schon längst vor Augen, lässt sie sich von der Wahrheit die Illusion nicht rauben.

Doch passt da nur wer auch wie Siglinde war, die Nacht einen männlichen Hässling in Person gebar.

Sie fanden sich in einer Stunde der Abartigkeit, die Liebe, sie hielt so viel Abscheuliches für sie Bereit.

Hässlich und Hässlich ergibt nun was,

überlege, es liest und hat an diesem Texte viel Spaß………

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©Julian Scharnau 2008