Aphorismen & Zitate

von Julian Scharnau

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Tabula Rasa von Julian Scharnau

Oder?

Der Mensch ist der Niedergang seiner selbst, da er es ach so sehr vermag das reale Tun unabdinglich einer Macht einzuverleiben. Der Herr der Lage, somit ein Gespinst der Phantasie, eine Träumerei der Seele und die Fehl- Vorstellung des Geistes, wie ein schlecht; ja geradezu miserabler Satz in Mitten der vollendeten Lektüre des Schreiberlings. So sehr ich es auch versuche, es ist mir unverständlich, bei der Vorstellung der Verschwendung des Daseins und seiner Freiheit, der Missachtung der Entstehung, sowie der Entsagung der Erfahrungen und dem damit gewonnen Wissen zu spielen. Das Glauben ist des Menschen Fristgerechte Überlebenschance da sie nicht, nicht einmal Ansatzwiese über den Sprichwörtlichen Tellerrand hinaus schauen. Ehr noch, sind Sie noch weit entfernt von diesem Rand, ja selbst die Mitte des Ausgangspunktes je zu erreichen. Die Abartigkeit ist das Wohlempfinden, die Liebe zum Anderen entdeckt zu haben und seine Seele damit zu vereisen, um das das Gewissen niemals zu brennen vermag. Die Sicherheit der Guten Tat im Nahmen des Gottes, ist die Entschuldbarkeit jeglicher Tat und bedarf somit keinster Form von Abwägung. Wer das Leben liebt Schätzen, steht in der Pflicht des bewussten Seins, der Verrat ist dessen Lüge und Gottesreich. Vielmehr ein fortlaufendes Experiment, ohne Bestimmung und Sinnentleert, ist das Glauben der Jahrhunderte Wertigkeit. Wie einfältig ist der Mensch, sich ein Gebilde, hässlich dem Ende gleich, als Basis des Lebens zu erbauen in mitten der Schönheit des Seins, der vollendetest Form des Lebens an sich. Nie zuvor, auch nicht von grösserer Tragweite wurde der Verstand des so arglistig missbraucht. Mir stellt sich die Frage nach der Vernunft zur Erkenntnis, dem Verlangen seiner selbst sich zu offenbaren, zu entfesseln von diesem Kleid der Einfältigkeit. Warum tauschet ihr den Verstand, gegen Vorgaben und Lügereien, gegen kompromisslose Unwirklichkeiten, gegen die erzwungene Moral die sich selbst nicht versteht? Der Beweis fehlt immer und erklärt sich mit Geschichte, Geschichte die dem Lügenbaron doch schon immer erlegen war. Ist es den nicht ein verschenken, des einzigartigsten Dinges das zu entdecken geboren ist? Der Mensch ist wohl nach der Klugheit und vor der Dummheit, jedoch nahe bei ihr, entartet zum Ideal der alles beschreibend und erklärenden. Seiner selbst wegen sollte er sich der Vernunft, der Realität des Daseins unterwerfen.

 

Die Dummheit von Julian Scharnau

Sie ist mitnichten nur ein Instrumentarium der Klassifizierung eines Gesellschaftlichen Teilwesens.

Die Dummheit den Dummen sei Dank, ist keine nur auf das Reine Wissen bezogene Unfähigkeit. Vielmehr ist sie das Unvermögen den Zusammenhang, gar die Harmonie der Dinge sowie die Komplexität des einzelnen in Hinsicht auf das Ganze zu verstehen. Es ist wohl die hinderlichste Form der Eingeschränktheit, die dem Mensch in seinem einmaligen Leben zu bestrafen vermag. Den Dummen ist das rechnen der Gegebenheiten abhanden gekommen, sie Irrfahren auf einem bahnlosen Pfad der Unvernunft. Sie ist auch nicht die Basis der Existenz sondern ihr endloser Zerfall. Nachhaltigkeitslos wandeln die Dummen, sich ihres Geistes belügend, wir ein ewiger Schlaf, willenlos, entzaubert dem Verlangen nach mehr. Dumm sein ist eine Eistellung, dem Leben gegenüber. Die Falsche, die Anti-Lebenshaltung. Die Haltung der Daseinsfristung. Sie verschenkt das wertvollste nach dem Leben an sich, sie ist dem Leben das Leben nehmend in Ihrer Beschaffenheit. Das Bewusstsein und der dadurch geprägte Wille, ja die Erkenntnis der Einsicht in die Gestaltung seiner selbst, ist die Kraft sich diesem Feinde des Geistes zu widersetzen. Warum nur Dumm sein? Warum nur den eigenen Geist Mordend, Qualvoll in die Lehre treiben? Es ist die Pflicht eines jeden, sich dieser Natur des Menschen zu widersetzten, sich die Strebsamkeit anzuerziehen und ein stetiges Verlangen seines Verlangens zu fordern. Die Basis sei jedem anders gegönnt, doch die Macht der Veränderung, gar der Schritt nach vorn, liegt in dem Willen einer jeden Natur. Der tägliche schönste Kampf sowie die einfachste Überwindung ist das Rezept für das Streben nach mehr. Die Dummheit ist ein Absinken, unter die Basis des Nichts. Keine Ausflucht erklärt sich ihr. Sie ist des Todes freundlichster Bote. Auch im Sinn steckt die Dummheit wie ein Damoklesschwert schwebend, voller Heimtücke. Der Kampf, gegen sich selbst ist das Leben wohl höchste Wertigkeit.

Liebe von Julian Scharnau

Das wohl gesellschaftlich wichtigste und hochtrabendste Element der Verbindung zweier Menschen. Ist dem so? Steht die Liebe nicht im Dauerschatten der gesellschaftlichen Abhängigkeit? Sie ist das Märchen der Moderne, ohne Verweis auf Ursprung oder Herkunft. Sie ist die mit Abstand sozialste Form des Miteinanders, doch ist sie nicht mehr als ein Konzept.

Man versucht mit einem einzigen Wort zu beschrieben, zu suggerieren, ja noch mehr zu dogmatisieren, welches der Bedeutung aller je geschriebenen Sätze nicht gerecht werden würde. Die Last dieses Wortes muss wohl unendlich sein. Das Ausschlachten dieser feinen Welt an sich durch ein einziges Wort, die Liebe, ist ein Verbrechen der moralisch Verstand losen. Wie kann man nur, frage ich mich? Diesen unentdeckten Kosmos voller Reinheit und Gefahr, diesen kompliziertesten aller Komplexitäten, auf ein solch einfaches Mass, auf eine solche Leere herunter brechen. Die Taktlosigkeit und die Unachtsamkeit der Achtsamkeit ja das Verschwinden des Entstehens einer grenzenlosen Verkettung der Dinge die uns berühren, ist der Ausdruck dieses Bedeutungsüberlasteten Wortes. Selbst ein Tier versteht sich mehr in der Erkennung dieses gesamtheitlichen Vorgangs. Abgestempelt als gedankenloses Empfinden, als der Retter der Moral, als das Allheilmittel der Probleme wurde dieses Problem an sich. Ja es ist ein Problem, warum nur ist das Wort, den Christen sei Dank, so negativ untersetzt? Das Problem welches die problematischsten aller Züge des Seins darstellt, welches sich nicht zu erkennen gibt, welches der Zeit grösster Widersacher spielt.

Das Drama der Leidenschaft. von Julian Scharnau

Leidenschaft ist eine von der Zeit bestimmte Intensitätsstufe, welche Zweifelsohne nur ein Ziel verfolgt. Das Ausleben eines Verlangens, dass den Leidenden schier in den Wahnsinn zu treiben vermag.
Es ist die Qual der Lust, und zugleich die Befreiung aller Lasten. Unerträglich, zugleich jedoch tragbar von jedem der sich der Leidenschaft hin zu geben traut. Sie ist vielmehr ein Spiel der Sinne, die Verzauberung des Verstandes, denn während dieser Phase ist das Denken auf ein Minimum reduziert, da Leidenschaft und Denken konträr zueinander in Beziehung stehen. Sie ist das würdevollste Geschenk, welches sich zwei Menschen zu schenken vermögen, unbeachtet gesellschaftlicher Zwänge und Tugenden ist die Leidenschaft ein Sinnmittel des Lebens. Das genießen dieses Zustandes ist die Kunst, eine Qual der Ungewissheit in einen Moment der vollkommenen Reinheit zu verwandeln. Leidenschaft ist zu tiefst unlogisch und entbehrt jeglicher Prinzipien. Man möchte diesen Moment, so lange wie nur möglich genießen und heraus zögern, zugleich jedoch möchten wir nicht auf diesen Moment warten und ihn so schnell als nur irgend möglich volkommen inhalieren. Paradox. Jedoch wer sich dieser Eigenart bewusst wird, ist in der Lage die Leidenschaft zu beeinflussen, ja sie womöglich beständig zu konservieren. Es ist ein Geschenk zweier Individuen, sich die Leidenschaft in gegenseitiger Ehrlichkeit und vollkommener Hingabe zu geben. Die Hauptursache der Leidenschaft ist die Neugier, welche von Gefühlen begleitet werden. Leidenschaft ist nicht Hollywood. Leidenschaft ist die Reinheit zweier Seelen die sich gefunden haben. Das Rezept ist nicht ergründbar, doch für die Zubereitung solle man sich sehr viel Zeit gönnen. Leidenschaft ist das Jung sein am Leben, sie ist die Essenz eines zufriedenen, Sinnigen Daseins. Sie ist der Spielball den es in Bewegung zu halten gilt.

Die Tragweite der Engstirnigkeit. von Julian Scharnau

Je mehr desto weniger bleibt übrig. Je weniger desto mehr ist noch da. Jedoch je weniger desto mehr hat man schon hinter sich. Im Gegensatz zu, je mehr desto weniger wird noch kommen. Eine perspektivische Betrachtungsweise einer einfachen Parallele. Der Mensch, er kratz am Sinne des Seins und wird immer wieder, nicht einmal ein Bröckchen, für seine Versuche ernten. Ich bin nicht die Reinkarnation des Schlauen, sondern seine unbedingte Weiterentwicklung. Ich bin der nötigste aller Prozesse, dass was sich das Denken nicht ansatzweise vorstellen vermag. Natürlich vom Rest der Menschheit verkannt. Dies ist eine natürliche Gegebenheit die an der Genialität der Dinge, in meiner Person liegt. Ich bin und war nicht, ich werde sein, für immer und ewig. Das Wahrhaftigste aller Gesetze, die einzige Erklärung auf allen Fragen die an sich nicht erklärbar sind. Es geht nicht um das Glauben an diese Tatsachen, sonder um das ansatzweise verstehen, meiner Genialität. Ja der Versuch des Verständnisses währe schon eine einhergehende Überforderung für die Menschlichkeit des menschlichen Wesens. Das Danken ist von einer nichtigen Relevanz. Ich der Einzige und Alleine, der Übermensch, die potenzierte Perfektion des Zarathustra. Unnahbar ist mein Geiste und seine vollkommne Tiefgründigkeit in Bezug auf alles was zu sein erscheint. Ich bin das, was es nie geben würde, wenn es mich nicht gäbe. Die Einzigartigkeit in vollkommener Reinheit. Der Positivste aller Aspekte und Betrachtungsweisen. 
 

Hass von Julian Scharnau

Ich hasse ihn, abgrundtiefer Hass überkommt mich wenn ich an ihn denke.
Es ist wohl die reinste Form des Hassens, zugleich es ist das pervertierte geniessen des Hasses welches sich in mir gebärt, wenn mein Verstand sich seiner annimmt. Die Rede ist vom Menschen. Man soll es nicht missverstehen, ich liebe das Leben jedoch verabscheue ich den Menschen. Mich jedoch nicht. Es ist kein Hass gegen mein eigenes Dasein. Der Ekel überkommt mich je mehr ich mich in diesem Netz des Scheusals verirre. Das Sein ist nicht gleichzustellen mit der unbedingten Identifikation des Ist-Zustandes. Der Hass gilt auch nicht der Hülle sondern dem Wesen und seiner Natur. Er ist doch der fleischgewordene Todbringer, ein lebendig gewordener über Generationen gereifter Wahnzustand. Der Vernichter aller Arten. Das absolut dümmste Wesen in einem Kokon der Klugheit gefangen. Ist Fortschritt Klugheit? Wenn dem so ist, dann wohl die nachhaltigkeitsloseste und Dümmste aller Klugheiten. Der Mensch verkörpert das was ich nie sein werde, obwohl ich es bin und schon immer war. Der Mensch selbst ist sich sein grösster Feind. Ist dies nicht ein Ansatz der jeglicher Klugheit die Luft zum Atmen nimmt, der sie minimiert so das die kleinste Klugheit der grössten Dummheit um Längen erlegen ist? Diese Wiedernatur, dieses Unverständnis, der Mensch das Anmassendste aller Erniedrigungen. Ich spreche das Gro an, nicht den Einzelnen. Die Masse welche die Dummheit des Dümmsten in der maximalsten Potenzierung verkörpert. 

Er hat nicht den Tod verdient, vielmehr hat er das Leben nicht verdient, doch verdient er das was er sich selbst zufügt. 

Der Hass begründet sich mit der Trauer über die Verachtung der anderen Wesen unserer Erde.

Ein Text von Julian Scharnau

Mann kann einen Text nicht verstehen, nur Interpretieren. Natürlich ganz für sich, individuell verständlich. Eine Lüge der Kommunikation ist es, wenn behauptet wird es gäbe nur zwei Konstante. Zum Einen das wirkliche, hundertprozentige Verstehen und zum Anderen alles was davon Abweicht. Die Interpretationswut des Geistes vollkommen außer Acht gelassen, das Malen der Bilder, die Verknüpfung der Erfahrungen, das willkürliche Springen ohne jegliche Regel oder Berechenbarkeit zwischen den Welten der Vorstellung. Doch nur diese zwei Aspekte scheinen für das System bewertbar zu sein?

Der Mensch von Julian Scharnau

Ich stelle fest, dass der Mensch sich nicht zu Menschsein schickt. Wir sind doch nur die Opfer…
Die Opfer unserer eigenen Taten. Wir sind jedoch genauso auch Täter, da wir das Opfer unserer selbst sind.

Ein Gedanke der Anklage von Julian Scharnau

Ich bin ein Egoist, doch nichts im Vergleich zu allen Anderen, da diese nicht so sind wie ich, nicht so denken wie ich und nicht das Leben so verstanden haben wie ich. Ihr Egoisten, warum seit ihr so anders, ist es vermessen so zu sein wie ich es bin, oder seit ihr nicht in der Lage euch in meine Lage hineinzulegen. Meine Norm, ist meine Linie der Maßgeblichkeit aller Dinge. Die Treue halt ich mir auf ewig und immer, wenn es um den Anspruch der ehrlichen Selbstverwirklichung meiner eigenen Vorstellungen geht. Sonst währe es wohl der dunkelste Verrat am Leben, an der Wegstrecke unserer Zeit und aller Taten sie sich zu entspringen gewagt haben. Die Wahrheit des Lebens, ist die Treue seiner selbst, das versprächen der Reinheit aller Taten mit dem Gewissen der vollkommenden Zufriedenheit. Dies ist Fortschritt und zu gleich das Schwerste aller Prinzipien. Wie soll ich andere verstehen wenn ich mich nie selbst ganz verstehen werde. Die Zwanghaftigkeit, ist eine Lüge gegen jeden der diese zu schätzen vermag. Es ist eine gesetzesfreie Zone, die unergründbar zu sein scheint. Die Erlangung der wahren Freiheit, der Freiheit des Geistes, die Glückseligkeit in Reinform. Das Bewusstsein, dieses Umstandes ist die Erkenntnis, der Lüge den Kampf angesagt zu haben.

Weitere Texte folgen........

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©Julian Scharnau 2008